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Elsevierboykott erreicht kritische Masse

by Paul Balzer on 26. April 2012

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http://www.flickr.com/photos/gforsythe/6799831691/

Ich weiß nicht ob das so bekannt ist, aber Forschung an Hochschulen wird zum Teil von öffentlichen Geldern bezahlt. Das Ergebnis der Forschung wird hauptsächlich in Veröffentlichungen, so genannte ‚Papers‘ in die Welt getragen. Die Forscher wiederum brauchen für die Anerkennung unter Kollegen (und für die Promotion) hochrangige Zeitschriften in denen sie ihre Papers unter bringen (veröffentlichen). Einen riesen Anteil am wissenschaftlichen Zeitschriftenmarkt hat der Verlag ‚Elsevier‚, welcher somit praktisch den Markt dominiert. Auch den Preis. Die Uni’s wiederum müssen dann für Unsummen Zeitschriftenabonnements von Elsevier in ihre Bibliotheken einkaufen um nicht in Ungnade zu fallen.
So ist das Geschäftsmodell. Seit einiger Zeit brodelt es in der Wissenschaftslandschaft und so wie es aussieht brechen jetzt die Dämme. Harvard steigt aus dem System aus und empfiehlt den Forschern doch lieber OpenAccess zu veröffentlichen. Die zum Teil öffentlich bezahlten Ergebnisse kommen auch wieder in die Öffentlichkeit und verschwinden nicht hinter Paywalls.
Nachteil: Es gibt keine – zumindest geringere – Anerkennung für die Papers.

Ich suche derzeit via Mendeley oder Google Schoolar.

 

Bild via flickr.com von giulia.forsythe