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Torque Vectoring: Intelligente Regelung der Antriebsleistung

by Paul Balzer on 18. August 2013

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Mercedes AMG entlockt dem SLS Electric Drive 750PS mit 1000Nm Drehmoment, standardmäßig verteilt auf alle 4 Elektromotoren. Doch die besonders einfache Drehmomentregelung von Elektromotoren erlaubt es, dem Fahrzeug nahe alle Dynamiken aufzuprägen, die man erreichen möchte. Von neutralem bishin zu übersteuerndem Fahrverhalten ist alles möglich. Sogar das gezielte Abbremsen einzelner Räder, wie es das ESP hydraulisch über die Scheibenbremse ermöglicht, kann hier sanft und nahezu unbemerkt über das Raddrehmoment geschehen.

Display im SLS Electric Drive informiert den Fahrer über die aktuelle Drehmomentverteilung an den Rädern

Display im SLS Electric Drive informiert den Fahrer über die aktuelle Drehmomentverteilung an den Rädern

Sogar skeptische Fahrer bezeichnen dieses Fahrverhalten als „Back to the Future“, doch seht selbst:

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  1. Ist toll, aber das gibt’s schon sehr lange z. Bsp. von den Japanern. Von ZF kam Ende 2007 auch ein aktives Differential raus, Premiere im BMW X6: http://www.springerprofessional.de/zf-entwickelt-neues-torque-vectoring-hinterachsgetriebe-6509/3941898.html
    Und hier animiert:
    http://m.youtube.com/watch?v=F1QC3e2HZsA&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DF1QC3e2HZsA

    Bei VW übrigens als Sportdifferential im S4, Touareg, etc… (Nicht Von ZF)

    Oder im Winter einfach ein Auto mit Sperre nehmen: http://m.youtube.com/watch?v=vOv2g5qTpvA&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DvOv2g5qTpvA (M3 vs 1er, Ford Ka, Passat)

    Ist natürlich cool, wenn man im SLS Electric Drive je Rad ein Motor hat, aber das ist auch nicht die Zukunft des E-Antriebes. Dann eher so wie von Prof. Höhn, FZG, und bezahlbar im Gegensatz zu obigen Werbeträger: http://www.mute-automobile.de/technik/torque-vectoring-getriebe.html

    1. Und mit fast gleichem Effekt als ESP-Brems-Unterfunktion zur variablen Drehmomentverteilung über das Standarddifferential:
      http://www.amz.de/neues-esp-fuers-premiumsegment/150/1730/56236/

      „Auch wenn es die Dynamic Performance Control aus dem BMW X6 nicht in den X1 geschafft hat, gibt es immerhin eine so etwas ähnliches. Während beim X6 mit DPC das kurvenäußere Rad beschleunigt wird, wird beim X1 – wenn man die optionale sportliche Fahrwerksabstimmung bestellt – wie beim BMW 7er mit xDrive die etwas einfachere Variante verwendet, bei der das kurveninnere Rad abgebremst wird.
      In beiden Fällen lenkt das Fahrzeug besser ein, weil der Einlenkvorgang durch die Beschleunigungs- respektive Bremseingriffe an der Hinterachse unterstützt wird. Während man beim X6 aber sogar beschleunigt, wird man beim X1 zumindest formal ein wenig gebremst. Dieser durch den Bremseingriff bewirkte Verlust an Vortrieb wird aber durch eine Erhöhung des Antriebsmoments ausgeglichen, sodass man doch so stark beschleunigt, wie man es von der Gaspedalstellung normalerweise ableitet.“ (Quelle bimmertoday)

      Als ESP-Bremsfunktion dann aber deutlich leichter und nicht wirkungsgradreduzierend wie ein aktives Achsdifferential.

  2. Das ist kein aktives Differential. Der SLS Electric Drive hat kein Differential mehr. Er hat 4 individuell angetriebene Räder. Jedes verfügt über eine separate E-Maschine. Damit kann jedes Rad ganz individuell entweder getrieben oder gebremst werden. Somit kann das Fahrzeug sehr stabil aber auch sehr agil um die Kurve „fahren“, je nach Applikation. So viele Freiheitsgrade in der Fahrdynamikgestaltung gibt es sonst nicht. Zumal die mechanische, schwere und verlustbehaftete Mechanik wegfällt. Diese Art von Torque Vectoring gibt es meines Wissens nach in keinem Serienfahrzeug momentan.

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