Posts Tagged‘Umfeldsensorik’

By: Steve Jurvetson

Fahrzeugumfeldsensorik: Überblick und Vergleich zwischen Lidar, Radar, Video

by Paul Balzer on 29. Juli 2014

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Niemand würde auf die Idee kommen mit verbundenen Augen und den Händen hinterm Rücken zusammen gebunden, durch die Welt zu laufen und erst auf Hindernisse zu reagieren, wenn die Nase diese berührt.

In etwa so geht es aber dem Auto. In ihm übernehmen Beschleunigungssensoren hinter der Stoßstange die Funktion der Nase. Wenn ein Einschlag registriert wird, zünden die Airbags, die Gurte werden gestrafft und eventuell werden Fenster/Schiebedach geschlossen und die Sitze in aufrechte Position gefahren. Dass die zur Verfügung stehende Zeit echt knapp ist, merkt man sofort.

Die Evolution hat uns Menschen Augen gegeben, mit denen wir eine Wand rechtzeitig erkennen und entsprechend reagieren können. Die Physik hat für das Auto Messprinzipien entwickelt, mit welchem es versuchen kann ebenfalls die Umwelt wahrzunehmen. Die Fahrzeugumfeldsensorik hilft dabei, wichtige Informationen über das Fahrzeugumfeld zu sammeln. Die Wichtigsten möchte ich nachfolgend vorstellen.

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Bild: Bunt von Michael Pollak auf Flickr, cc-by

[Podcast] Connected Cars: Autonom und vernetzt

by Paul Balzer on 26. Juli 2014

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Deutschlandradio Kultur hat in der Sendung Breitband ein Beitrag zu „Connected Cars: Autonom und vernetzt“ gebracht, bei dem ich auch etwas beigesteuert habe. Scheint ganz gut angekommen zu sein:

Das komplette Interview ist nachfolgend zu hören:

Titelbild: Bunt von Michael Pollak auf Flickr, cc-by

Themen

  • Sensoren im Fahrzeug: Kleiner Überblick über Sensoren im Fahrzeug.
  • Aufzeichnung der Daten: Ob das Fahrzeug dauerhaft Daten aufzeichnet und speichert ist Geheimnis der Fahrzeughersteller. Ob und wie die Fahrer_innen „bewertet“ werden, ist nicht klar. Es gibt jedoch ein paar Anhaltspunkte.
  • Begehrlichkeiten für Fahrzeugdaten: Versicherungstarife und Fahrerklassifikation. Ist nicht so einfach, wie viele Marketingbroschüren für Zusatzhardware versprechen. Der Fahrzeughersteller könnte das ganz gut bewerten, aber der verdient sein Geld (noch) mit dem Verkauf von Fahrzeugen.
  • Was für Assistenzsysteme sind denn derzeit im Markt? Zum Beispiel Adaptive Geschwindigkeitsregelung mit allen Vorteilen für Komfort und Straßenauslastung.
  • Wer hat das letzte Wort, wenn Assistenzsystem und Fahrer_in etwas anderes wollen?
  • Die Zukunft: Das selbstfahrende Auto. Wann kommt es?
  • Und was ist mit den ethischen Fragen für vollautonome Fahrt?
Basiert auf "Octocopter" von FaceMePLS via http://www.flickr.com/photos/faceme/7939543004/

Amazon Prime Air: Marketing statt Innovation

by Paul Balzer on 2. Dezember 2013

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Drohnen in der Luft, die die unterbezahlten und bemitleidenswerten Paketzusteller ersetzen sollen? Ein paar Videoaufnahmen von gelben Octocoptern und die Botschaft, dass die Luftfahrtbehörde an einer Gesetzesänderung arbeitet: Fertig ist das Weihnachtsmarketing von Amazon. Große namenhafte Zeitungen springen auf und multiplizieren die Botschaft. Grandios, so muss ein CEO das machen.

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Quelle: Ibeo Laserscanner
- Der Multi-Applikations-Sensor, Braunschweiger Verkehrskolloquium, 2006

Integration eines Laserscanners in das Gesamtfahrzeug

by Paul Balzer on 7. Mai 2013

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Da habe ich aber große Augen bekommen, als Dr. Zetsche heute auf der re:publica davon sprach, dass das Design der Grund wäre, weshalb Fahrzeuge deutscher Produktion mit Radar+Stereokamera ihr Umfeld wahrnehmen und nicht mit einem Laserscanner. Das Google Self-Driving-Car hingegen setzt auf Laserscanner.

Wenn Sie mal so ein Google-Fahrzeug gesehen haben, sieht das in etwa aus wie eine Mondlandefähre. Und dann haben sie oben auf dem Dach diese Teleskop-Geschichte, und die kostet in etwa so viel wie das Auto darunter.

Da mag er Recht haben, denn Google setzt auf Velodyne HDL-64E sensoren, welche 360° Rundumsicht ermöglichen.

[Update 10/2013] Aus einer Dissertation kann man entnehmen, dass auch Daimler mit dem Velodyne arbeitet, was die Aussage von Konzernchef Dr. Zetsche irgendwie noch inhaltsloser erscheinen lässt.

Auszug aus [Schmid, M. R. (2012). Umgebungserfassung für Fahrerassistenzsysteme mit hierarchischen Belegungskarten. Universität der Bundeswehr München. Retrieved from http://d-nb.info/1030485593/]

Auszug aus [Schmid, M. R. (2012). Umgebungserfassung für Fahrerassistenzsysteme mit hierarchischen Belegungskarten. Universität der Bundeswehr München. Retrieved from http://d-nb.info/1030485593/]

Aber es gibt auch Laserscanner aus Deutschland, welche sich ohne Probleme in das Fahrzeugdesign integrieren lassen:

Quelle: Ibeo Laserscanner - Der Multi-Applikations-Sensor, Braunschweiger Verkehrskolloquium, 2006

Quelle: Ibeo Laserscanner
– Der Multi-Applikations-Sensor, Braunschweiger Verkehrskolloquium, 2006

Diese Abbildung, welche aus dem Jahr 2006 stammt, zeigt zahlreiche nahtlose Integrationsmöglichkeiten, ich vermute also eher den betriebswirtschaftlichen Teil der Aussage: Denn die Sensoren sind auf Grund fehlender Massenproduktion einfach noch zu teuer.

[Update 10/2013: Auch Daimler schafft das so schön.]

Auszug aus [Schmid, M. R. (2012). Umgebungserfassung für Fahrerassistenzsysteme mit hierarchischen Belegungskarten. Universität der Bundeswehr München. Retrieved from http://d-nb.info/1030485593/]

Auszug aus [Schmid, M. R. (2012). Umgebungserfassung für Fahrerassistenzsysteme mit hierarchischen Belegungskarten. Universität der Bundeswehr München. Retrieved from http://d-nb.info/1030485593/]

Doch wird sich für innerstädte autonome Fahrt einfach kein anderes Konzept finden lassen, denn die Auflösung von Radar ist einfach nicht ausreichend für kleinere Objekte wie Fahrradfahrer oder Fußgänger. Ein Laserscanner kann die Umgebung extrem fein auflösen: