Elektromobilität: Fürs Gewissen, nicht für den Geldbeutel

by Paul Balzer on 9. Juli 2011

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Als Stadtmensch kann man fast aufs eigene Auto verzichten. Anbieter für CarSharing-Konzepte sprießen aus dem Boden. Offensichtlich scheint es in diese Richtung zu gehen. Allerdings ist die freie, individuelle Mobilität auch eine schöne Sache. Daher gibt es für die Stadt schöne 50ccm-Cityroller. Das Buzzwort Elektromobilität kommt natürlich auch in dieser Branche an.

Da ich gerade mein Auto verkauft habe und nun auf der Suche nach einem neuen Stadtgefährt bin, fiel der Blick natürlich auf die niegelnagelneue E-Schwalbe. Da man ja trotzdem etwas aufs Geld schauen muss, soll dies nachfolgend geschehen.

Piaggio Fly50

piaggio_fly_weiss

Kostet 1999€ und benötigt ca. 4L Super pro 100km. Das soll mal der etablierte Marktveteran sein gegen den der Newcomer E-Schwalbe antreten soll.

E-Schwalbe

e-schwalbe

Kostet als 45km/h Version 4699€.

Vergleich / Amortisation

Nimmt man folgendes an:

  • Strom ist kostenlos
  • 1L Super kostet 2€
  • beide Roller verursachen keine jährlichen Wartungskosten

Dann kann man die Amortisation, also die Fahrleistung nach der sich das Elektrofahrzeug rechnet, nachfolgend darstellen:

Amortisation

Fazit

Trotz der recht aggressiven Annahmen gegen den Verbrenner rechnet sich die E-Schwalbe, stellvertretend für alle anderen E-Roller, erst nach einer unrealistisch hohen Fahrleistung von über 33.000km.

Wer selbst probieren möchte:
Berechnung Amortisation Elektro-Roller

Man verstehe mich nicht falsch, die Jungs von efw-Suhl sollen am Ball bleiben und etwas anbieten. Allerdings drängt sich irgendwie auf, dass die ganze Elektromobilitätssache überhaupt nicht rentabel ist.

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