Allgemeines

Die Kategorie für alles, was in meinem allgemeinen Interessengebiet liegt.

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BMW Summerschool 2016: Wenn der Keynote-Speaker im Bademantel Caipi bestellt

by Paul Balzer on 21. Juli 2016

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Ich war dieses Jahr bei der BMW Summerschool zum Thema „Car as a Service“, gemeinsam veranstaltet von EURECOM, der TU München und BMW.

summerschool-partners

Diese wurde eine ganze Woche (Montag – Samstag) am Tegernsee in Bad Wiessee im Hotel Terrassenhof veranstaltet und bot neben herrlichster Landschaft auch eine nahezu unendliche Vielfalt an Eindrücken.

Über ein paar möchte ich berichten.

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"Porsche Felge" unter CC-BY-SA2.0 Lizenz von Alex Schmitt auf flickr.com

Faustformel für Reaktions- und Bremsweg

by Paul Balzer on 26. Februar 2016

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In Fahrschulen werden gern ‚nur‘ die Faustformeln für den Reaktions- und Bremsweg gelehrt. Wie kommen diese zustande?

Anhalteweg

Dieser setzt sich zusammen aus dem

  • Reaktionsweg (der Weg, den man zurücklegt vom Erkennen bis zum Bremsbeginn)
  • Bremsweg (der Weg, den man zurücklegt vom Bremsbeginn bis zum Stillstand)

Der Anhalteweg ist also maßgeblich abhängig von der Geschwindigkeit, Reaktionszeit und erreichbaren Verzögerung (Reifen/Straße Komination, Reibwert, Bremse, …).

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Heim-Elektro-Energiespeicher-Teaser

Vergleich zwischen Tesla Powerwall und anderen Mitbewerbern

by Paul Balzer on 14. Mai 2015

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WiWo Green hat dieser Tage einen Vergleich zwischen verschiedenen elektrischen Heim-Energiespeichern heraus gebracht. Diese benötigt man z.B., wenn man sein Elektrofahrzeug zu Haus laden möchte und dabei die Energie, die die Photovoltaikmodule auf dem Dach tagsüber produziert haben, dafür nutzen möchte an statt das konventionelle Stromnetz. Dazu sei auch noch mal auf folgenden Artikel verwiesen: Kann man sein Elektrofahrzeug mit Solarmodulen laden?

Tesla Gründer Elon Musk hatte für bereits am Markt befindliche Lösungen nicht viel übrig:

They suck. They’re really horrible.

Der deutsche Mittelstand reagierte allergisch auf die Arroganz: „Teslas Batterie ist technisch nicht beeindruckend“ schreibt das Manager-Magazin.

Nungut, schauen wir doch mal auf ein paar technischen Fakten.

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[Review] PyData Berlin 2014 – Satellitenevent zur EuroPython

by Paul Balzer on 28. Juli 2014

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Ich war am Wochenende auf der PyData in Berlin – einer Python Konferenz und dessen Anwendung für (große) Daten, d.h. Maschine Learning, Datenbanken, Webanwendungen, Data Wrangling usw.

War genau so eine Konferenz, die man, je nach Talk, in diesem Data Science Venn Diagramm einsortieren kann:

The Data Science Venn Diagramm by Drew Conway under CC-BY-NC Lizenz

Wahnsinn!

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"Parkplatz 2" unter CC BY-NC-SA 2.0 Lizenz von Flickr.com von Harry Fichtner

Autos in der Stadt: Es geht nicht um die Umwelt, es geht um uns

by Paul Balzer on 11. April 2014

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Wenn man kritisches über Autos ließt oder hört, dann geht es eigentlich immer um die Abgase: Umweltzone, Feinstaubplakette, Abgasnorm, Rußpartikelfilter usw.

Dieses Problem ist meiner Meinung nach überhaupt nicht der Punkt, wie ich des öfteren schon bemerkt habe:

  1. Umwälzzone oder Umweltzone: Sinn und Unsinn der Feinstaubmessung
  2. Abgasgrenzwerte und Verbraucherinteresse: Das Henne/Ei Problem
  3. Verbrennung von Kraftstoff und Luft

Ein Podcast von Deutschlandradio Kultur Zeitfragen, beleuchtet das eigentliche Problem des Autos in der Großstadt:

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Retroreflektierend-WhyNot

Kostet 1EUR, rettet Menschenleben: Ein Plädoyer für Reflektoren

by Paul Balzer on 11. Dezember 2013

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Jeder Autofahrer kennt die Situation: Man fährt im Dunkeln, vielleicht bei Regen, sieht einen leuchtenden, wackelnden Weihnachtsbaum am Straßenrand. Ungefähr 1m hoch, komische Bewegungsabläufe. Man nähert sich und stellt fest: Ooooops, ein Kind. Puuuh, zum Glück hat es Reflexionselemente in der Kleidung (genauer: retroreflektierende Stoffe).

Man nähert sich weiter und erschrickt, denn das Kind läuft an der Hand eines Erwachsenen, den man aber überhaupt nicht wahrgenommen hat.

Ab einem gewissen Alter (=Kleidungsgröße) ist die textilverarbeitende Industrie offensichtlich nicht mehr so motiviert, reflektierende Stoffe oder Nähte zu verwenden.

Bus-Toedlicher-Unfall

Ganz bittere Situation – für alle Seiten. Der Mann, der den kleinen Jungen angefahren hat, wird auch des Lebens nicht mehr froh. Von der Familie des erfassten 11-jährigen ganz zu schweigen. Jede einzelne dieser Geschichten gilt es zu verhindern. Daran arbeiten die Automobilhersteller jeden Tag! Fahrerassistenzsysteme, Notbremsassistenten, Umfeldsensorik und Co. sind teilweise schon verfügbar, können aber nicht hexen.

Kleinster Aufwand: Klackband

Die einfachste Variante, zu der auch ich greife, sind Klackbänder, die man einfach um’s Bein schnappt:

3M-Scotchlite-Amazon

Sieht nicht schön aus, hilft aber dem Autofahrer enorm einen wahrzunehmen, denn die Beine sind der tiefste Punkt und somit zuerst vom Scheinwerfer erfasst. Fährt man Fahrrad, so ist die „auf/ab“ Bewegung charakteristisch und hilft dem Autofahrer eine bessere Situationsanalyse vorzunehmen.

So stellte das Transportation Research Institute der Universität Michigan fest, dass mit Hand- und Knöchelarmbändern die Wahrnehmungsentfernung von 40m auf 156m steigt.

Wahrnehmungsentfernung steigt um +290%

Wahrnehmungsentfernung-Retroreflektierende-Folien

Quelle: Luoma, Schumann, Traube – EFFECTS OF RETROREFLECTOR POSITIONING ON NIGHTTIME RECOGNITION OF PEDESTRIANS, Universität Michigan, 1995

Wahrnehmungssteigerung durch charakteristische Bewegung

Ein wichtiger Punkt ist dabei, dass die Wahrnehmung enorm steigt, wenn der Mensch eine menschliche Bewegung erkennt. Das heißt: Sind typische Bewegungsmuster (Beinbewegung, Armschlenkern, Kopf, Beine, etc.) erkennbar, kann der Mensch die Situation wesentlich besser wahrnehmen.

So stellte Tyrrell, Wood, Chaparro et. al. in „Seeing pedestrians at night : visual clutter does not mask biological motion“ fest, dass sogar in funkelnder, leuchtender Umgebung der Mensch eine menschliche Bewegung zu 100% erkennen kann, wenn die richtigen Punkte reflektieren.

Quelle: Tyrrell, Richard A. and Wood, Joanne M. and Chaparro, Alex and Carberry, Trent  P. and Chu, Byoung-Sun and Marszalek, Ralph P. (2009) Seeing pedestrians at  night : visual clutter does not mask biological motion. Accidents Analysis and  Prevention, 41(3). pp. 506-512.

Quelle: Tyrrell, Richard A. and Wood, Joanne M. and Chaparro, Alex and Carberry, Trent P. and Chu, Byoung-Sun and Marszalek, Ralph P. (2009) Seeing pedestrians at night : visual clutter does not mask biological motion. Accidents Analysis and Prevention, 41(3). pp. 506-512.

Die naheliegende Konsequenz aus diesen Erkenntnissen wäre doch eigentlich, dass in Herbst- und Wintermode einfach an bestimmten Stellen retroreflektierende Materialien eingebracht werden.

Retroreflektierendes Material für Kleidung

Das Material ist in allen Farben und Formen erhältlich und lässt sich in Kleidung integrieren. Im einfachsten Fall wird nur eine Naht mit retroreflektierendem Garn ausgeführt.

New Amsterdam Bike Slam

unter CC-BY-SA2.0 Lizenz von Flickr.com

Am Tage überhaupt nicht wahrnehmbar, in der Nacht wird die Kleidung zum potentiellen Lebensretter. Die Farbe kann an bestehende Kleidung angepasst werden, sodass rein modemäßig überhaupt keine Einschränkung dadurch entsteht.

2009 06 09 - 6729 - Hanover - SHA Sign Shop

unter CC-BY-SA2.0 Lizenz von flickr.com

Vorteil für Fahrerassistenzsysteme

Die aktuelle Entwicklung bei der Umfeldsensorik geht vor allem zu Radar sowie (Stereo-)Video. Daimler nennt es beispielsweise 6D-Ansatz:

Hier liegt der Knackpunkt: Ein Radar kann Fußgänger bzw. Radfahrer nicht wahrnehmen, das Auto muss sich auf die Videosensorik verlassen. Im Dunkeln kann auch die beste Kamera keinen dunkel gekleideten Menschen sehen, somit kann auch kein 6D-Ansatz (6 Dimensionen, weil Daimler die 3 Raumkoordinaten X, Y und Z sowie noch die 3 Geschwindigkeiten in die Raumrichtungen als Zustandsvektor für Objekte im Sichtfeld berechnet) helfen.

unter CC-BY-SA3.0 Lizenz von Wikimedia Commons

Die physikalische Eigenschaft der retroreflektierenden Materialien ist, dass sie genau in die Richtung das Licht zurück senden, aus der sie angestrahlt werden. Das stellt sicher, dass nicht alle Menschen rumlaufen wie mobile Straßenlaternen, sondern nur der etwas wahrnimmt, der auch aktiv anleuchtet.

Die Videosensorik muss nun im Dunkeln alle Lichtquellen irgendwie auseinander halten (parkende, wegfahrende & entgegenkommende Autos, Laternen, Reklame usw.). Hier hilft aber die physikalische Eigenschaft der retroreflektierenden Folien abermals:

Da den Fahrzeugherstellern die Lichttemperatur ihrer LED/Xenon Scheinwerfer bekannt ist, kann z.B. über den HSV Farbraum algorithmisch relativ einfach nach diesen Farbtemperaturen im Videobild gesucht werden. Wird eine menschenähnliche Form oder Bewegung erkannt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass da tatsächlich ein Mensch ist, vor dem es auszuweichen bzw. abzubremsen gilt.

Fusion mit Infrarot

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit dieses Ergebnis mit Messungen aus den Infrarotkameras (oder auch Nachtsichtkameras genannt) zu fusionieren, um bessere Ergebnisse zu erzielen, wie Han und Bhanu in „Fusion of color and infrared video for moving human detection“ zeigen.

Plädoyer

Die EU regelt die Leistung von Staubsaugern, sie regelt zu verwendende Glühbirnen, sie regelt Abgasgrenzwerte, da könnte man doch mal die Frage stellen, ob es nicht für die Textilindustrie ein paar Vorgaben geben könnte Herbst- & Wintermode entsprechend sicherheitsrelevant herzustellen. Die Menschen haben auch das Rauchverbot in Kneipen/Diskos akzeptiert, ich denke jetzt im Nachhinein sind nur einige wenige wirklich böse darüber. Ähnlich könnte es auch mit Reflektionsmaterialien in der Kleidung funktionieren.

Ein anderer Ansatz wäre über die Freiwilligkeit bzw. die Einsicht jedes Einzelnen, aber das dauert eben. Fahrradhelme werden auch langsam in der Breite akzeptiert, vielleicht folgt auch das reflektierende Material bald.

Unter CC-BY Lizenz von Stylianos Mystakidis auf flickr.com

Podcast: Ingenieure, Wissen und Umgang mit Veränderungen

by Paul Balzer on 10. Dezember 2013

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Als Ergänzung zu meinem Vortrag „Der Ingenieur von morgen“ hat Maik Pfingsten in seinem Zukunftsarchitekten Podcast mit seinem Gast über sehr interessanten Themen gesprochen, die uns Ingenieure in den nächsten Jahren/Jahrzehnten beschäftigen werden:

  1. Die Welt verändert sich – wir müssen uns darauf einstellen
  2. Wie sich Europa verändert
  3. Die acht Schlüsselkompetenzen aus Sicht der EU
  4. Zerlegung der Wertschöpfungskette
  5. Wie stellen wir uns auf Veränderungen ein?
  6. Internationale Teams und Entwicklung
  7. Veränderung der Mitarbeiter und des Arbeiten
  8. Kommunikation als Schlüsselfähigkeit von Ingenieuren
  9. Netzwerke und Wissen für Ingenieure

Aus meiner Sicht elementare Aussagen zur Zukunft der Ingenieure (nur inhaltliche Zitate, keine Wort-wörtlichen):

Eure Arbeit wird später so sein! […] Eure Herausforderung in Zukunft wird sein die Fragestellung in der Kürze der Zeit mit dieser riesen Informationsfülle richtig zu beantworten.

Viele Impulse kommen von unten über junge Mitarbeiter. Die erwarten, dass man einen Internetzugang hat. Wenn er die erste Recherche machen möchte oder ein Seminar Download nicht geht, dann gibt es Diskussionen mit dem IT Leiter ob das sinnvoll ist oder nicht.

Wenn sich der Mittelstand darauf einstellen möchte, fehlen einfach die Mitarbeiter die mit der neuen Verantwortung umgehen können.

DeSkilling-Fachspezialist

Da geht die Schere auf: Auf der einen Seite haben wir De-Skilling (McDonals Angestellte, die überhaupt nichts frei entscheiden dürfen) und auf der anderen Seite hochbezahlte Fachspezialisten, die nur projektbezogen eingekauft werden. Dazwischen bleiben die Ingenieure, die in der alten Welt gefangen bleiben, weil ihnen Handlungskompetenzen fehlen, die man an der Hochschule nicht lernt.

(Multimediale) Kommunikation ist viel entscheidender geworden für Ingenieure.

Gehe nie alleine Essen

Basiert auf "Octocopter" von FaceMePLS via http://www.flickr.com/photos/faceme/7939543004/

Amazon Prime Air: Marketing statt Innovation

by Paul Balzer on 2. Dezember 2013

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Drohnen in der Luft, die die unterbezahlten und bemitleidenswerten Paketzusteller ersetzen sollen? Ein paar Videoaufnahmen von gelben Octocoptern und die Botschaft, dass die Luftfahrtbehörde an einer Gesetzesänderung arbeitet: Fertig ist das Weihnachtsmarketing von Amazon. Große namenhafte Zeitungen springen auf und multiplizieren die Botschaft. Grandios, so muss ein CEO das machen.

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[Infografik] Zeit Online Leserumfrage rund um’s Auto

 

Sankey-Karriere-trotz-Kind-Mann-Frau-thumb

Frauenquote und Simpson-Paradoxon

by Paul Balzer on 24. September 2013

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Motorblog_Bloggin_theme

Motorblog mit neuem Bloggin Theme

by Paul Balzer on 12. Juli 2013

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By: ShashiBellamkonda

Hilfe, mein Prof blogt! – Warum?

by Paul Balzer on 29. Mai 2013

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By: Steve Jurvetson

Kurze Durchsage aus Palo Alto: Tesla Motors war im Q1/2013 profitabel

by Paul Balzer on 1. April 2013

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Dass es aus der Sicht des Ingenieurs spannend ist, was dort aus Palo Alto kommt: Keine Frage. Jetzt allerdings werden auch die Steakholder aufmerksam, denn Elon Musk verkündet, dass statt 4500 Fahrzeugen, satte 4750 im ersten Quartal ausgeliefert wurden und damit die Ziele übererfüllt sind. Tesla Motors war im Q1/2013 profitabel.

As a result, Tesla is amending its Q1 guidance to full profitability, both GAAP and non-GAAP.

Kleine Randnotiz: Kaum einer (4%) der 4750 Käufer im Q1/2013 hat den kleinen 40kWh Akku gewählt. Tesla ist das zu teuer da extra einen Kleineren einzubauen und installiert einen 60kWh, aber beschränkt die Reichweite per Software auf die des 40kWh Akkumulators.

Außerdem gibt es für alle Kunden, die mindestens einen 60kWh Akku bestellt haben den Supercharger dazu.

Hört sich stark danach an, dass es bald Jailbreak-OBD-Hacks für die Fahrzeuge gibt, wenn praktisch das Premium Modell in Hardware da steht, aber nur per Software auf das Günstige runter gegraded wurde.

[via Pressemitteilung Tesla Motors]

One-does-simply-not-differentiate-noisy-signals

Differenzieren verrauschter Signale

by Paul Balzer on 29. Januar 2013

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Ein Thema, was mich schon lange beschäftigt, was aber wahrscheinlich die wenigsten Menschen überhaupt interessieren dürfte, möchte ich in diesem Beitrag mal abhandeln. Es geht dabei um das Differenzieren verrauschter Signale. Da stellt sich natürlich die Frage: Wo kommt so etwas überhaupt vor? An unglaublich vielen Stellen kommt das vor. Immer wenn man von einer gemessenen Größe auf eine andere schließen möchte, welche differenziellen Zusammenhang hat. Beispielsweise bei der Leistungsmessung auf einem Rollenleistungsprüfstand oder wenn man aus Positionsangaben einer GPS Messung die Geschwindigkeit berechnen möchte oder oder oder.

tell-me-more-about-differentiate-noisy-signals

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Bild von flickr.com "Der INSM Vollbeschäftigungsturm" von INSM unter CC BY-ND 2.0 Lizenz

Grenzprodukt der Arbeit: Fachkräftemangel für den Betriebswirt

by Paul Balzer on 4. Dezember 2012

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Es herrscht offensichtlich Fachkräftemangel wohin man schaut! Wahnsinn: Als Ingenieur, Arzt oder Informatiker ist man dieser Tage so begehrt wie ein Barren Gold, zumindest wenn man so in die offenen Trompeten der Arbeitgeberverbände oder arbeitgebernahen Institute blickt. Die Presse springt natürlich auf, lässt sich doch immer eine Statistik finden, die das belegt. Sitzt man dann aber mit genau diesen „Fachkräften“ zusammen und unterhält sich, so wird irgendwie klar: Es kann kein Mangel herrschen, sonst würde sich keine Firma 3-5 Monate Zeit lassen, auf eine Bewerbung zu antworten. Ich sage nicht Zusagen – nein, überhaupt antworten.

Bild von flickr.com von INSM unter CC BY-ND 2.0 Lizenz

Man kann die Situation von vielen Seiten beleuchten und jeder zieht seine eigenen Statistiken aus dem Hut, die genau die eigene These belegen. So diskutieren die Experten auf dem Gebiet vortrefflich darüber, was nun wahr und falsch ist [1]. Als Außenstehender kann man es ohnehin nicht alles im Detail nachvollziehen. Aber eine Sache hat mich dann doch beschäftigt.

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"Peak oil ahead" von flickr.com User Viktor Hertz

Öl wird niemals aufgebraucht sein

by Paul Balzer on 27. September 2012

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Während des Studiums Fahrzeugtechnik ist das Fach Verbrennungsmotoren natürlich ein wichtiger und großer Teil. Unser Professor sagte damals:

Das Erdöl der Welt ist in 50 Jahren aufgebraucht

Diesen Satz hat der Professor von seinem Professor ungefähr vor 50 Jahren auch schon gehört, sagte er uns. Das waren grobe Schätzungen, welche immer von Generation zu Generation weiter gegeben wurden. Die Studie „Peak Oil“ ist nun der Beweis, das Fördermaximum ist seit 2006 überschritten.

„Peak oil ahead“ von flickr.com User Viktor Hertz

Somit dürfte klar sein, dass das Erdöl irgendwann aufgebraucht ist und wir einfach nichts mehr haben, was wir verbrennen können oder für die Plaste- bzw. Kosmetikherstellung nutzen können. Doch ich möchte mal eine These formulieren: Öl wird niemals aufgebraucht sein, wir haben aber ein ganz anderes Problem.

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Was macht eigentlich ein Ingenieur?

by Paul Balzer on 22. Juni 2012

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Dazu bedarf es nicht vieler Worte: Dieses schöne Video, mal von allem Marketing- & Personalsuchekram verschont geblieben, zeigt es meiner Meinung nach sehr schön.

Udacity-Beginner-courses

Udacity mit neuen Kursen

by Paul Balzer on 1. Juni 2012

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Die neu gegründete Online-Universität des deutschen Professors Sebastian Thrun bietet ab dem 25. Juni 2012 neue Kurse an. Neu sind z.B. “Introduction to Statistics“ oder auch „Intro to Physics„.

In letzterem Kurs, ‚Intro to Physics‘ wird während einer Reise durch Europa und durch Interviews mit Experten des Fachgebiets folgender ‚Stundenplan‘ zusammen erarbeitet:

  • How can we measure the circumference of the Earth?
  • How do objects move?
  • What causes motion?
  • How can we use motion?
  • How can we determine our longitude at sea?
  • What is electricity?
  • What is left to discover?

Da der Kurs in ‚Beginner‘-Level eingestuft ist, könnte das für jeden der Einstieg in die technische Welt sein. So anschaulich wird es wohl in Schulen und Universitäten nicht gebracht.

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Elsevier Boykott

Elsevierboykott erreicht kritische Masse

by Paul Balzer on 26. April 2012

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http://www.flickr.com/photos/gforsythe/6799831691/

Ich weiß nicht ob das so bekannt ist, aber Forschung an Hochschulen wird zum Teil von öffentlichen Geldern bezahlt. Das Ergebnis der Forschung wird hauptsächlich in Veröffentlichungen, so genannte ‚Papers‘ in die Welt getragen. Die Forscher wiederum brauchen für die Anerkennung unter Kollegen (und für die Promotion) hochrangige Zeitschriften in denen sie ihre Papers unter bringen (veröffentlichen). Einen riesen Anteil am wissenschaftlichen Zeitschriftenmarkt hat der Verlag ‚Elsevier‚, welcher somit praktisch den Markt dominiert. Auch den Preis. Die Uni’s wiederum müssen dann für Unsummen Zeitschriftenabonnements von Elsevier in ihre Bibliotheken einkaufen um nicht in Ungnade zu fallen.
So ist das Geschäftsmodell. Seit einiger Zeit brodelt es in der Wissenschaftslandschaft und so wie es aussieht brechen jetzt die Dämme. Harvard steigt aus dem System aus und empfiehlt den Forschern doch lieber OpenAccess zu veröffentlichen. Die zum Teil öffentlich bezahlten Ergebnisse kommen auch wieder in die Öffentlichkeit und verschwinden nicht hinter Paywalls.
Nachteil: Es gibt keine – zumindest geringere – Anerkennung für die Papers.

Ich suche derzeit via Mendeley oder Google Schoolar.

 

Bild via flickr.com von giulia.forsythe

Udacity – Universität 2.0 startet erste Kurse

by Paul Balzer on 21. Februar 2012

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Ich bin als Fahrzeugingenieur natürlich hellhörig geworden, als Sebastian Thrun auf der DLD 2012 ein paar Eindrücke seines Pilotprojekts AI-Class zum besten gab. Bewegende Aussagen über seine Erfahrungen vom Kurs. Schlussendlich sagte er, dass er die Professur an der Stanford University ruhen lassen möchte um sich seinem Herzenswunsch zu widmen. Der kostenlosen, freien Onlineuniversität udacity.com, welche sogleich mit dem Kurs “Programming a robotic car”  am 20.02.2012 startete.

udacity-thrun

Da ich mich beruflich ohnehin mit dem Thema beschäftige, war das eine absolut selbstverständliche Sache, den Kurs zu besuchen. Ich möchte ein paar Eindrücke über die mögliche Zukunft der Hochschulbildung, des E-Learning, schildern.

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Lineares Besäufnis–Ein Beispiel der angewandten Regelungstechnik

by Paul Balzer on 17. Dezember 2010

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corona

Regelungstechnik ist nicht unbedingt ein Haupteinsatzgebiet der Fahrzeugtechniker. Immerhin ist es ja auch eine eigenständige Studienrichtung im Fachgebiet der Automatisierungstechnik. Da sind die Profis zu finden.

Dennoch sei mir an dieser Stelle gegönnt einen Einblick in diese interessante Fachrichtung zu geben.

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Fachkräftemangel für Dummies

Fachkräftemangel

by Paul Balzer on 26. Oktober 2010

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Das Trendwort dieser Tage. Kein Tag vergeht, ohne Weltuntergangsmeldungen zum Fachkräftemangel. Ich wehre mich vehemend gegen die Thesen, die dort propagiert werden. Natürlich habe ich als normaler Bürger nicht den Weitblick wie ein Politiker oder ein Geschäftsführer bzw. Human Resource Typ. Dennoch kann ich zumindest Gegenthesen äußern, welche aus meiner Sicht mindestens genauso einleuchtend sind.

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RedHotPawn.com Rating

by Paul Balzer on 21. Juli 2010

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redhotpawn_logoAuf den Webseiten

  • redhotpawn.com
  • chessatwork.com
  • redhotchess.com
  • timeforchess.com und
  • playtheimmortalgame.com
  • kann man nach Anmeldung gegen verschiedene Leute weltweit Schach spielen. Das tue ich auch gelegentlich, sodass ich mir mal Gedanken über die Berechnung des Ratings (Punkte) gemacht habe.

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