Am gestrigen 07.05.2012 hat Google für Nevada, U.S.A. die Lizenz erhalten, welche die automobile Welt verändern könnte. Google darf die Testflotte, bestehend aus sechs Toyota Prius, einem Audi TT und einem Lexus RX450h auf öffentlichen Straßen fahren lassen. Der Gag an der Sache ist, dass die Fahrzeuge vollständig autonom fahren können. Von der Wegplanung über die Umfeldwahrnehmung, Kollisionsvermeidung, Spurwechsel, Abbiegemanöver als auch Ein-/Ausparken ist alles implementiert, was ein Fahrzeug können muss.
Umfeldwahrnehmung durch einen 3D Laserscanner | Quelle: Pandey, McBride - Extrinsic calibration of a 3d laser scanner and an omnidirectional camera, http://dx.doi.org/10.3182/20100906-3-IT-2019.00059
Der leitende Forscher bei Google ist der deutsche, ehemalige Stanford Professor Sebastian Thrun, welcher einräumt, dass die Fehlerquote der Fahrzeuge derzeit noch zu hoch sei. Im Schnitt alle paar 1000km müsse der speziell geschulte Testfahrer, welcher immer an Board ist, eingreifen. Dies sei zwar besser als ein betrunkener Fahrer, allerdings noch wesentlich schlechter als ein aufgeweckter normaler Durchschnittsfahrer, so Thrun. Und genau das ist der Grund, weshalb es jetzt an den Flottentest geht. Die Algorithmen können nur besser werden, wenn daran geforscht, gearbeitet und Fehler gemacht werden. Es gilt Millionen von Testkilometern zu absolvieren, damit die Fehlerquote auf niedrige ppm sinkt und eine signifikante Verbesserung gegenüber dem humanen Fahrer erreicht werden kann.
Ich weiß nicht ob das so bekannt ist, aber Forschung an Hochschulen wird zum Teil von öffentlichen Geldern bezahlt. Das Ergebnis der Forschung wird hauptsächlich in Veröffentlichungen, so genannte ‘Papers’ in die Welt getragen. Die Forscher wiederum brauchen für die Anerkennung unter Kollegen (und für die Promotion) hochrangige Zeitschriften in denen sie ihre Papers unter bringen (veröffentlichen). Einen riesen Anteil am wissenschaftlichen Zeitschriftenmarkt hat der Verlag ‘Elsevier‘, welcher somit praktisch den Markt dominiert. Auch den Preis. Die Uni’s wiederum müssen dann für Unsummen Zeitschriftenabonnements von Elsevier in ihre Bibliotheken einkaufen um nicht in Ungnade zu fallen.
So ist das Geschäftsmodell. Seit einiger Zeit brodelt es in der Wissenschaftslandschaft und so wie es aussieht brechen jetzt die Dämme. Harvard steigt aus dem System aus und empfiehlt den Forschern doch lieber OpenAccess zu veröffentlichen. Die zum Teil öffentlich bezahlten Ergebnisse kommen auch wieder in die Öffentlichkeit und verschwinden nicht hinter Paywalls.
Nachteil: Es gibt keine – zumindest geringere – Anerkennung für die Papers.
Ein bisschen merkwürdig kommt man sich schon vor, aber das geht vorbei. Das Ende des Papiers ist vorhersehbar und weil ich nicht Wasser predigen aber Wein trinken kann, wollte ich es mal selbst ausprobieren. Also habe ich mich entschlossen die anstehenden Vorlesungen & Übungen mit iPad statt mit Collegeblock zu absolvieren.
Ein endloses Thema, wenn man Mitarbeiter oder Student der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden ist und ein iOS Gerät besitzt, ist der Zugang zum WLAN (EduRoam) ohne jedes mal neu die Zugangsdaten eingeben zu müssen. Abhilfe hat das Rechenzentrum der HTW geschaffen. Allerdings wurde die Lösung bislang noch nicht veröffentlicht.
Durch meine berufliche Betätigung bin ich auf mehr oder weniger sinnvolle Anleitungen zur Inbetriebnahme der Open Computer Vision Bibliotheken mit Python unter Windows 7 gestoßen. Ich möchte eine schnelle und einfache Art noch mal festhalten, damit nicht jeder so viel Zeit in diese Sache investieren muss.
Benötigte Software um OpenCV/Python unter Windows7 zu nutzen
Obwohl ich ein 64bit Windows nutze, sind die 32bit Versionen der nachfolgenden Software zu nutzen, da OpenCV und 64bit keine richtigen Freunde sind.
Nach der Installation aller Pakete muss Python noch der Zugriff auf OpenCV ermöglicht werden. Dazu im Installationsverzeichnis von OpenCV im Unterordner \build\python\2.7 die Dateien cv.py und cv2.pyd in den Python-Ordner \Lib\site-packages\ kopieren.
Wenn alles erfolgreich verlief, so kann man im Python mit import cv die komplette Computervision Biblitothek importieren und nutzen.
Ich bin als Fahrzeugingenieur natürlich hellhörig geworden, als Sebastian Thrun auf der DLD 2012 ein paar Eindrücke seines Pilotprojekts AI-Class zum besten gab. Bewegende Aussagen über seine Erfahrungen vom Kurs. Schlussendlich sagte er, dass er die Professur an der Stanford University ruhen lassen möchte um sich seinem Herzenswunsch zu widmen. Der kostenlosen, freien Onlineuniversität udacity.com, welche sogleich mit dem Kurs “Programming a robotic car” am 20.02.2012 startete.
Da ich mich beruflich ohnehin mit dem Thema beschäftige, war das eine absolut selbstverständliche Sache, den Kurs zu besuchen. Ich möchte ein paar Eindrücke über die mögliche Zukunft der Hochschulbildung, des E-Learning, schildern.
Die umweltfreundlichen Bemühungen der Fahrzeughersteller haben in den letzten Jahren vermehrt so genannte Start-Stopp-Systeme auf den Markt gebracht. Sogar Kleinwagen werden mit Systemen ausgestattet, welche bei einem Ampelhalt den Motor unter bestimmten Bedingungen ausschalten und dann schnell wieder anlassen, sobald der Fahrer z.B. von der Kupplung geht. Die Frage ist, welche Einsparung kann solch ein System bringen?
Ist das eher Marketinggag oder ernst gemeinter Beitrag zur Kraftstoffverbrauchseinsparung?
Meine Tochter lieferte mir eine nette Anekdote dazu. Ihr macht es Spaß, wie sie es nennt, Papier-Laptops zu basteln. Ich habe sie also eines Tages gefragt, „Weißt du, als ich so alt war wie du, habe ich so etwas nicht gemacht. Warum glaubst du war das so?“ Und nach kurzem, sorgfältigem Überlegen sagte sie: „Kein Papier?“
“Es gab eben nur eine Art zu rechnen, und das war von Hand. Aber in den letzten paar Jahrzehnten hat sich das grundlegend geändert.” Warum also nicht die (mathematische) Ausbildung an den technischen Fortschritt anpassen? Weshalb die Schuljahre mit Kurvendiskussion, Polstellenberechnung und Differentiation, Integration oder ähnlichen Problemen per Hand verbringen, wenn es der Rechner, ja sogar eine Webseite schneller kann?
Die Variante, die Daten über ein Videobild zu legen, ist ähnlich, wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Das sieht zwar schön aus, aber ist sehr viel Aufwand. Oft reicht es auch aus, die Daten in Diagrammen darzustellen.
Im Folgenden möchte ich zeigen, wie man Daten aus einer Datei in anschauliche Diagramme verpackt und automatisiert abspeichert.
Ich hatte vor ein paar Tagen die Möglichkeit auf einem heißen Sitz platz zu nehmen. Genauer gesagt auf dem Beifahrersitz eines BMW M3 3.2 E36, welcher von einem geschätzten Kollegen über den Eurospeedway Lausitzring bewegt wurde. Dazu habe ich mir eine Kamera und eine V-Box Mini geschnappt (danke an alle Beteiligten!) und ein paar Fahrdynamikdaten aufgezeichnet.
Wenn man genug Kleingeld hat, kann man ein fix und fertiges System kaufen, mit welchem Daten+Video synchron aufgezeichnet werden. Racelogic hat das z.B. im Angebot. Ich möchte im Folgenden zeigen, wie man aus Video und Daten trotzdem eine annehmbare Datenvisualisierung produzieren kann.
Ein sehr simples Abstraktionsmodell um die Dynamik eines Fahrzeugs in vertikaler Richtung zu simulieren ist die Reduktion auf ein 1/4-Fahrzeug-Modell. Das heißt, dass das Fahrzeug in Längsrichtung geteilt wird (2 Räder + Nickbewegung) und dann nochmal in Querrichtung. Somit bleibt ein Rad mit entsprechender Federung und Stoßdämpfern, 1/4 der Fahrzeugmasse und 1/4 des Fahrers übrig.
Interessant ist nun die Fragestellung, welche Eigenfrequenzen das System hat und wie es auf Bodenwellen reagiert. Außerdem kann man die Auswirkung von defekten Stoßdämpfern auf die Schwingung berechnen.
Der Hybridantrieb macht alles möglich: So oder so ähnlich muss es sich wohl für Außenstehende darstellen, wenn sie die Artikel lesen, welche dieser Tage so durch die Medien flimmern. Ich möchte einen dieser Artikel aufgreifen und kurz erläutern, auf welchem Niveau das technische Verständnis vieler Journalisten, Multiplikatoren und Stimmungsmacher bezüglich dieser Themen ist.
Diese Meldung kam im täglichen Newsstream vom Portal Elektromobilität, welchen ich mal als Info- und Marketingkanal für die Elektromobilität bezeichnen möchte. Betrieben wird er – ganz klar – von einer PR Firma. Der Artikel bei Spiegel Online ist folgender: Energiegewinnung beim Hinterherrollen.
Dieser Artikel suggeriert, dass dieser Wohnanhänger die “ungenutzte Energie” des drehenden Rades des hinterherrollenden Anhängers einfach in elektrische Energie umwandeln kann und damit dann die Akkumulatoren gespeist werden. Zusätzlich titelt Spiegel Online: Warum ist darauf noch keiner gekommen?
Ja, warum eigentlich nicht? Dieser Frage soll kurz und knapp auf den Grund gegangen werden.
Im Schulunterricht steht oft eine Funktion f(x) zur Verfügung, welche symbolisch integriert werden kann (Stammfunktion bilden) und dann das bestimmte Integral in den Grenzen berechnet wird. Im Alltag des Ingenieurs ist das eher selten der Fall. Der wesentlich häufigere Fall ist, dass bestimmte Messwerte numerisch integriert werden müssen. Sei es in Excel oder auf einem Steuergerät (Mikrocontroller).
Als Beispiel soll die von einem Beschleunigungssensor gemessene Längsbeschleunigung eines Fahrzeugs dienen. Gesucht ist die Fahrzeuggeschwindigkeit.
Der mathematische Zusammenhang zwischen Beschleunigung und Geschwindigkeit ist klar: Integration über der Zeit. Doch wie kann man das Problem mit Excel (oder jeder anderen Tabellenkalkulation) lösen, wenn gar keine Funktion a(t) zur Verfügung steht, welche man dann symbolisch integrieren kann?
Im Rahmen der Summer School des Fachhochschulverbunds HAWtech wurden Verbrauchsfahrten mit einem Elektrofahrzeug und einem herkömmlichen Verbrennerfahrzeug durchgeführt. Dabei standen sich der HTWingo mit Zebra Akkumulator und ein Smart ForFour gegenüber.
Interessant ist vor allem, welchen Einfluss der Wirkungsgradvorteil und die Rekuperationsfähigkeit des Elektrofahrzeugs auf den Gesamtverbrauch haben. Man kann viel berechnen und abschätzen, aber nur eine richtige Messung bringt Klarheit.
Aufprallenergie ist eigentlich nicht das richtige Wort, aber es wird oft benutzt. Gemeint ist die kinetische Energie, welche ein Fahrzeug hat, mit welcher es in ein Unfallgeschehen einläuft. Die translatorische kinetische Energie eines Fahrzeugs, welche im Falle eines Unfalls durch Verformung abgebaut wird, ist sehr einfach zu berechnen. Als Beispiel sei mal ein LKW mit 5.5t Masse und einer Geschwindigkeit von 70km/h beziffert, welcher auf ein Stauende auffährt:
Bei diesem ADAC-Versuch wurde ein 5.55t schwerer LKW mit 70km/h auf ein simuliertes Stauende auffahren gelassen.
Doch wie sieht es im Alltag aus? Ein 40t-LKW fährt mit 90km/h auf der Autobahn und übersieht das Stauende. Eine kleine Berechnung soll dies verdeutlichen.
In vielen Bereichen der Ingenieurstätigkeit bilden Differentialgleichungen die realen Zusammenhänge mathematisch ab. Dabei ist eine Differentialgleichung eine Gleichung, die außer der unbekannten Funktion y(x) auch noch deren Ableitungen y’(x), y’’(x), … yn(x) enthält. Die höchste vorkommende Ableitung n wird als Ordnung der Differentialgleichung bezeichnet. Die Lösung von Differentialgleichungen sind keine konkreten Zahlen (wie bei herkömmlichen Gleichungen), sondern ebenfalls Gleichungen! Je nach Anfangsbedingungen entstehen für ein und dieselbe Differentialgleichung unterschiedliche Lösungsgleichungen. Oftmals sind Differentialgleichungen auch gar nicht symbolisch lösbar, so dass sowieso nur eine numerische Berechnung zum Ziel führt.
Als Beispiel soll hier das oft verwendete schwingungsfähige System eines Feder-Dämpfer-Masse Systems genutzt werden.
Als Stadtmensch kann man fast aufs eigene Auto verzichten. Anbieter für CarSharing-Konzepte sprießen aus dem Boden. Offensichtlich scheint es in diese Richtung zu gehen. Allerdings ist die freie, individuelle Mobilität auch eine schöne Sache. Daher gibt es für die Stadt schöne 50ccm-Cityroller. Das Buzzwort Elektromobilität kommt natürlich auch in dieser Branche an.
Da ich gerade mein Auto verkauft habe und nun auf der Suche nach einem neuen Stadtgefährt bin, fiel der Blick natürlich auf die niegelnagelneue E-Schwalbe. Da man ja trotzdem etwas aufs Geld schauen muss, soll dies nachfolgend geschehen.
Der Elektromotor ist eine höchst effektive Arbeitsmaschine. Sie wandelt elektrische Energie in Bewegungsenergie. Dabei wird ein Wirkungsgrad von ca. 98% erreicht. Das ist ein grandioser Wirkungsgrad. Als Wirkungsgrad wird allgemein definiert, wieviel Prozent der rein gesteckten Leistung für die eigentliche Hauptaufgabe genutzt wird. Ideal wären 100%.
Schaut man sich dieses Sankey Diagramm des Elektromotors, bei seiner Hauptaufgabe im Fahrzeug, der Erzeugung von Bewegungsenergie, an, so scheint der Verbrennungsmotor chancenlos.
4.000.000.000€ Förderung für die Elektromobilität.
Ich weiß nicht, ob ich es nicht mitbekommen habe, aber stand auf Luthers Thesen oder irgendwo in der Bibel oder im Grundgesetz, dass wir elektrisch fahren müssen!? Wir könnten. Wir sollten. Aber müssen wir?
Aus aktuellem Anlass der Massenkarambolage nahe Rostock ein Artikel zur Fahrzeuglängsführung.
Da nun die Staatsanwaltschaft ermittelt, gilt es sehr viele Fragen zu klären. Eine davon wird sein, wie der Weg-Zeit- bzw. Geschwindigkeits-Zeit-Verlauf jedes einzelnen Fahrzeugs gewesen ist. Daraus lässt sich dann ableiten, ob ein Fahrzeugführer eventuell eine Straftat begangen hat, oder ob es ein nicht vermeidbarer Unfall gewesen ist. Einfache Berechnungen zeigen, dass die Grenze hauchdünn ist.
Beim Fahren muss der Reifen eine Kraft auf die Fahrbahn übertragen. Im Allgemeinen eine Mischung aus Längs- und Querkraft, im Speziellen nur eine Längskraft (Beschleunigen & Bremsen). Die übertragbare Längskraft hängt maßgeblich von der in Richtung Boden drückenden Gewichtskraft ab. Umso mehr Gewichtskraft nach unten drückt, desto mehr Längskraft kann der Reifen übertragen.
Als relatives Maß wird der Reibkoeffizient µ verwendet, welcher angibt, wieviel Längskraft im Verhältnis zur Normalkraft übertragen wird.
Der Reibkoeffizient µ ist allerdings nicht konstant. Er hängt unter anderem vom Schlupf ab.
Da es auch in der Praxis nie ganz ohne Theorie geht hier ein kleiner Ausflug auf die Schulbank.
Beim Bau eines Rennwagens/Dragsters wird man immer mal wieder mit mehr oder weniger großen Problemchen konfrontiert. Da ich mich selbst in jener verzwickten Lage befinde solch ein Sportgerät zu bauen (www.scirotor.de) muss oder darf ich mich diesen Problematiken annehmen.
Das Problem Lenkung beschäftigt mich schon eine Weile. Wer ein Fahrzeug oder einen Rennwagen selbst schonmal gebaut hat, wird früher oder später mit dem Problem “bump-steer” oder auf deutsch Vorspuränderung über Federweg konfrontiert.
Dabei geht es um die Positionierung des Lenkgetriebes in X, Y und Z Richtung.
Junge Familien kennen das Problem: Das Kind schläft 1h im Wagen, in dieser Zeit muss man schnell im Umkreis der Wohnung zu den Einkaufsstätten gehen um die täglichen Besorgungen zu erledigen. Da man das täglich macht, kehrt schnell Langeweile ein. Weiter gelegene Geschäfte erreicht man nicht, weil sich durch die Schrittgeschwindigkeit in der einen Stunde nur ein bestimmter Radium um die eigene Wohnung ergibt. Auch mit den anderen Muttis in der Stadt einen Latte trinken gehen ist schlecht, weil die Bahnfahrt ja schon 1/2h Zeit in Anspruch nimmt. Man müsste also die Fahrtgeschwindigkeit von Mutter+Kind+Kinderwagen erhöhen, den Kinderwagen aber im ursprünglichen Zustand belassen. Die Lösung:
Betrachten wir mal einen herkömmlichen 2.0L Saugmotor (2.0 FSI von Audi Modelljahr 2001) mit 110kW und 200Nm (ab 3200 U/min). Bereits der zur gleichen Zeit erhältliche 1.8L Turbo hat ebenfalls 110kW und sogar 210Nm (bereits ab 1700U/min). Als aktuelles Beispiel nehmen wir den 1.4L TSI von VW in seiner höchsten Ausbaustufe, welcher mit 118kW mehr Leistung und mit 240Nm deutlich mehr Drehmoment hat. In aktueller Vollendung haben wir quasi 600ccm eingespart und mehr Drehmoment und Leistung bekommen.
Regelungstechnik ist nicht unbedingt ein Haupteinsatzgebiet der Fahrzeugtechniker. Immerhin ist es ja auch eine eigenständige Studienrichtung im Fachgebiet der Automatisierungstechnik. Da sind die Profis zu finden.
Dennoch sei mir an dieser Stelle gegönnt einen Einblick in diese interessante Fachrichtung zu geben.
Mindestens zwei mal im Jahr kommt man zu dem zweifelhaften Vergnügen, seine Reifen am PKW zu wechseln. In seltenen Fällen sind die Radbolzen dabei sehr schwergängig zu lösen. Sei es durch Korrosion oder durch zu hohes Anzugsmoment beim vorherigen Wechsel.
Alle Jahre wieder kommt der Tipp: Lass uns die Radbolzen einfetten oder mit Öl einschmieren. Doch welche Auswirkungen hat das auf die Verspannung?
Ich beginne diesen Beitrag mit einer kleinen Geschichte: Ich habe nach meiner Fachhochschulreife einen Beruf gelernt. Damit bin ich dann im Öffentlichen Dienst gelandet. Ein guter Freund von mir tat gleiches.
Nach einiger Zeit trennten sich unsere Wege, er blieb im ÖD, ich verließ die Stadtverwaltung. Nachdem ich dann einige Zeit im Jobnirvana rumgeirrt bin, fing ich an zu studieren und beendete dies 5 Jahre nachdem sich unsere Wege getrennt hatten. Studium heißt: Weniger Geld zur Verfügung als ein HartzIV Empfänger, mehr Party, mehr Erleben, mehr Schulden. Denn BaföG ist nicht geschenkt, sondern ein Teildarlehen des Staates. Ich habe nun 10.000€ Schulden und zudem 5 Jahre lang kein Gehalt bezogen.
Es ist Zeit für eine Bilanz: Lohnt sich das alles überhaupt?
Detlef Kresse schreibt einen Leserbrief an die Auto Straßenverkehr (Heft 24, 2010):
[…] Dass ein Touran oder Golf mit 1,2 oder 1,4 Litern Hubraum bis zu acht Liter/100km verbraucht, ist nicht akzeptabel. […]
Es zeigt sich wieder, dass ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise von Motoren fehlt. Man könnte es sogar noch deutlicher sagen: Es fehlt das grundsätzliche Verständnis von Energie, Arbeit, Leistung!
Das Trendwort dieser Tage. Kein Tag vergeht, ohne Weltuntergangsmeldungen zum Fachkräftemangel. Ich wehremich vehemend gegen die Thesen, die dort propagiert werden. Natürlich habe ich als normaler Bürger nicht den Weitblick wie ein Politiker oder ein Geschäftsführer bzw. Human Resource Typ. Dennoch kann ich zumindest Gegenthesen äußern, welche aus meiner Sicht mindestens genauso einleuchtend sind.
Beruflich beschäftige ich mich gerade mit einem Projekt, welches den Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden in Zukunft ermöglichen soll die schwer fassbare Materie der Fahrdynamik an einem realen Fahrversuch zu erleben. Da auch Versuche im Grenzbereich der Fahrphysik durchgeführt werden sollen, wird das Fahrzeug im Maßstab 1:5 aufgebaut. Neuigkeiten gibt es im Projektblog unter www.iSuPIA.de/blog
So oder so ähnlich hört man oft stolze Kraftfahrer tönen, wenn sie es geschafft haben mit Spanngurten o.ä. die Ladung auf der Ladefläche zu sichern. Ähnliches mit Ladung auf dem Hänger oder im Kofferraum. Als Beweis für alle Umstehenden und zur Beruhigung des eigenen Gewissens hält meißt der “ich rüttel am Gegenstand und kann ihn nicht verschieben”-Test her.
Doch hier liegt genau das Problem: Nur weil ein Transportgegenstand (z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Palette Steine etc.) schwer ist und von Menschenhand nicht mehr leicht bewegt werden kann ist er noch lange nicht gut gesichert. Warum?
kann man nach Anmeldung gegen verschiedene Leute weltweit Schach spielen. Das tue ich auch gelegentlich, sodass ich mir mal Gedanken über die Berechnung des Ratings (Punkte) gemacht habe.
Etwas provokant ist die Frage ja schon. Keines von beidem ist sicherlich die 1. Wahl. Dennoch kann man die Frage mit Hilfe einfacher Berechnungsformeln aus der Unfallrekonstruktion beantworten.
Man ist mit seinem PKW auf der Landstraße unterwegs und eine Kollision ist unvermeidlich. Welche Aufprallsituation stellt sich für mich rein rechnerisch optimaler dar (wenn man in dem Fall von optimal sprechen darf)? Wähle ich den Gegenverkehr, welcher sich mit gleicher Geschwindigkeit nähert oder den still stehenden Baum am Straßenrand?
Auf den ersten Blick scheint der ruhende Baum die bessere Wahl, da man ja nicht mit dem entgegen kommenden Verkehr kollidieren möchte. Doch da gibt es etwas zu beachten.
Wenn man diesen Frühling mal etwas unaufmerksam durch die Gegend fährt, kann es schnell vorkommen, dass ein riesengroßes Schlagloch einem den Tag verdirbt. Doch wie kommt eigentlich das Schlagloch zum Fahrer?
Richtig, es muss über den Reifen auf das Rad und vom Rad über Feder/Dämpfer an die Karosse. Diese überträgt dann die Vertikalbewegung auf den Sitz und damit auf den Fahrer. Wie kann man sich das nun vorstellen?
Die Qual der Wahl, wenn man genug Geld und Willen hat sich ein neues Auto anzuschaffen. Die Frage: Was ist zu empfehlen?
Vorweg: Allradantrieb ist immer zu empfehlen!
Allerdings gibt es ein paar Dinge, über die man sich kurz Gedanken machen kann. In diesem Blogbeitrag soll nur die fahrdynamische Seite beleuchtet werden, nicht aber gesetzliche oder ökonomische Belange. Herrlich. Los gehts…
So einfach steht es in der ADAC Motorwelt Ausgabe 4/2010 (S.62). Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass diese Meinung durchaus umstritten ist. Wie kann man sich das nun vorstellen? Bessere Reifen auf die hintere Achse? Ich habe doch einen an der Vorderachse angetriebenen PKW, was sollen die besseren Reifen denn hinten?
Dabei ist erst einmal zu unterscheiden, was wir wollen. Beschleunigen oder Abbremsen? Soll das Auto möglichst gut beschleunigt werden und hat dazu auch noch Vorderradantrieb, so sind die besseren Reifen auf die Vorderachse zu montieren. Die Überlegung des ADAC geht aber in eine andere Richtung.
Wichtig ist in erster Linie nicht, wie schnell ich meinen PKW beschleunigen kann, sondern wie Spurstabil er in Gefahrensituationen bleibt. Dazu folgende Überlegungen:
Nach einem Test der TÜV Automotive GmbH sind die Reifeneigenschaften auch abhängig von der Reifendimension und nicht nur vom Hersteller. So werden Sommer- als auch Winterreifen in verschiedenen Dimensionen auf z.B. Rollwiderstand, Aquaplaninggeschwindigkeit oder Vollverzögerung auf nasser Fahrbahn getestet.
Allzu oft liest man ja, dass die Höchstgeschwindigkeit bei 250km/h abgeregelt ist. Schade, denn man hat ja ein Auto mit 300PS vor sich und würde gern mal richtig los machen. Auch Chiptuner bieten den Service der Entdrosselung an. Wie schnell könnte denn das Auto wenn es frei gelassen wird?
300km/h, 350km/h? Hier ein kurzer Einblick in das Vermögen Höchstgeschwindigkeiten zu fahren…
Eine oft diskutierte Fragestellung ergibt sich, wenn am Stammtisch die Beschleunigungsfähigkeit zweier PKW (idealerweise von zwei Personen neu erworbene Fahrzeuge) verglichen wird…
Mein neuer Diesel hat 130PS, dein Benziner auch nur 130PS. Diesel PS zählen aber viel mehr als Benziner PS! Egal wieviel PS dein Auto hat, Drehmoment braucht es, und da hat der Diesel viel mehr, merkt man ja auch! Meiner ist schneller.
Stammtische sind ein schwieriger Ort für fachliche Diskussionen, aber trotzdem sei der Versuch gestattet etwas dazu beizutragen…
Inspiriert durch das Akkuschrauberrennen der Fakultät Gestaltung der HAWK Hildesheim kam die Idee zum Umbau eines Tretautos auf Elektroantrieb. Mit Hilfe eines handelsüblichen Akkuschraubers soll der manuelle Antrieb auf Elektro umgebaut werden. Der zweijährige Pilot sollte seine Freude haben…